Faust II 4. Akt

Faust fliegt auf einer Wolke gen Heimat. Auf einem Gebirge macht er Zwischenstop. Immer, wenn er Probleme durch Frauengeschichten hat, nimmt er sich eine Auszeit im Gebirge, das hat bei ihm schon Tradition. – Die Wolkenbildungen gestatten ihm eine Vision von Helena (möglicherweise hilft ihm das bei der Bewältigung der Trauer). Doch dann erinnern ihn andere Wolken an Margarete und er merkt, daß er sich ihr weit verbundener fühlt als Helena. (Möglicherweise fördert das seine Weiterentwicklung, denn Margarete ist ein Vorbild, ein Sinnbild für Lebenssinn: Margarete hat ihre jüngere Schwester aufopferungsvoll gepflegt, weil die Mutter lange krank war. [faust und margarete])

Der Blick von seinem Wolkenluftschiff aufs Meer hat Faust auf eine Idee gebracht: Er will das Meer eindämmen und Land gewinnen. – Die Gelegenheit ist günstig: Die Finanzblase, die Mephisto aufgeblasen hat, ist geplatzt, die Wirtschaftskrise hat zu einem Bürgerkrieg geführt, die Entscheidungsschlacht steht bevor.

Mephisto hilft dem Kaiser, die Schlacht zu gewinnen. Dem Kaiser ist die Sache nicht geheuer, er will eigentlich keine Zauberei. Da erklärt Faust ihm die Bedenken weg. Der Kaiser scheint nicht wirklich überzeugt von Fausts Erklärungen, aber weil er Zauberei gerade mal wieder bitter nötig hat, läßt er sich drauf ein. – Die Rechnung dafür wird ihm hinterher vom Erzbischhof präsentiert: Weil der Kaiser sich auf Zauberei eingelassen hat, muß er der Kirche jede Menge Zugeständnisse machen. Unter anderem auch: daß die Kirche in Fausts neuem Land Steuern erheben darf.

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