Geld, Geist, Geiz und Gewalt – die Plutus-Episode

(Lesezeit: 12 Minuten)

1 Was in der Szene geschieht

Geisterhaft wie ein Hologramm gleiten vier pferdeartige geflügelte Drachen durch die Menge hindurch, durch die Körper der Menschen, keiner muß Platz machen. Die Pferdedrachen ziehen einen Wagen, den ein Jugendlicher lenkt, obenauf ein von Reichtum strotzender mondgesichtiger Mann. – So geisterhaft, wie der Wagen die Menge auch durchdringt: schließlich muß der Moderator doch Platz schaffen, offenbar materialisiert sich das Hologramm.

Ob die Nummer wirklich nicht abgesprochen war, wie der Moderator vorgibt, oder ob er bloß so tut, weil es zur Inszenierung des Unheimlichen gehört, bleibt unklar.

Es stellt sich raus, daß der Jüngling die Poesie verkörpert als Wagenlenker von Plutus, dem Gott des Reichtums. Später bemerken die Leute, daß hinten auf dem Wagen noch der Geiz kauert.

Der Jüngling verteilt großzügig Kostbarkeiten, doch in den Händen der Menge verwandeln sie sich in Käfer. Der Jüngling meint, die Menge sei selber schuld, sie könne mit seinen Gaben nichts anfangen.

Als der Moderator ihn einen Schelm nennt, wendet sich der Jüngling an den Reichen, der soll bezeugen, daß es mit rechten Dingen zu geht. Das tut der Reiche auch und verabschiedet den Jüngling, damit er sich in die Einsamkeit zum Dichten zurückziehen kann.

Die Szene erzeugt ein schillerndes Bild, bei dem verschiedene und gegensätzliche Deutungen aufscheinen, sich durchdringen und abwechseln.

Die Figuren: Plutus, der Sohn der Demeter, war der Gott der Unterwelt, der den Menschen die Fruchtbarkeit der Felder und die Bodenschätze schenkt. – Bei dem Plutus, der hier erscheint, ist beides vorstellbar: Gebefreude aus Nächstenliebe oder aus selbstverliebter Gönnerhaftigkeit, „von oben herab“, um sich im Beschenken der eigenen Großartigkeit, Höherwertigkeit und Macht zu vergewissern.

Die Poesie wird mit der Pubertät identifiziert, der Mitte zwischen Kindheit und Erwachsenheit: Ihr Lebensverständnis ist schon fast das der Erwachsenen, aber sie ist noch verspielter, begeisterungsfähiger, schwärmerischer, mit neuem, unverbildeten Blick auf die Welt, doch auch naiv, weltunklug und dabei ziemlich von sich selbst überzeugt.

Die Poesie ist reicher als Gott der Reichtums, weil die Poesie etwas schafft, sie ist schöpferisch. Der Reichtum hat nur gesammelt und gehortet, aber selber nichts geschaffen. Das Geld ist einfallsarm, die Poesie einfallsreich.

2 Der Assoziationsraum zum Thema Geld, Geist und Geiz

2.1
Reichtum verschafft Genußmöglichkeit, Poesie Genußfähigkeit. – Ganz allgemein ist die Szene ein Sinnbild dafür, daß Kultur eine materielle Basis braucht: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“. – Der Wohlstand andererseits findet in der Kultur, die er ermöglicht, seine Rechtfertigung: Jungen Leuten, die gegen gesellschaftliche Mißstände protestieren, wurde schon immer vorgeworfen, das nur zu können, weil die Gesellschaft ihnen die Bildung bezahlt habe, die ihre Kritik an der Gesellschaft erst ermögliche. (So auch Faust später im 5. Akt: „Man erzieht sich nur Rebellen“.)

2.2
Der Reichtum sagt, wo es langgeht, aber es braucht eine „Vision“, um die triebhaften Drachen zusammenzuhalten und zu lenken. Diese Vision schafft die Poesie. Sie erzeugt  das Verlangen nach dem Erwünschten, für das es sich lohnt, die Triebe im Zaum zu halten. Daher muß auch der Geiz mit von der Partie sein: der Wagenlenker hält die Pferde zusammen, der Geiz die Groschen.

Wenn die Poesie hier auch für Kultur, Zivilisation und Ethik steht, hat das Wagenlenkerbild auch noch einen weiteren Sinn: Die Reichen möchten zwar immer reicher werden, aber wenn ihnen vor Augen geführt wird, was es heißt, im Elend zu leben, fühlen sie sich auf Dauer nicht wohl, wenn nichts gegen das Elend unternommen wird. Es ist nicht möglich, Beethovensinfonien zu hören aber gleichzeitig zu denken: „Es ist mir scheißegal, wieviel Leid es in der Welt gibt!“ – Die gewaltbereite Triebhaftigkeit des Geldes wird von der Kultur gezügelt. Weil es Kultur ermöglicht, fühlt sich das Geld gut und läßt sich vom Geist hofieren.

2.3
Wir sehen einen Vater, der Wohlgefallen an seinem Sohn hat. Beide scheinen verbunden und verbündet. Der Vater hält dem Sohn den Rücken frei, dafür stellt der Sohn seine Begabung in den Dienst des Vaters. Aber bevor es zur Sache geht (Auftritt des wilden Heers), wird das Kind ins Bett geschickt. – Das Geld ermöglicht die Kunst und legitimiert sich dadurch, will die Kunst aber nicht wissen lassen, was es so alles treibt.

Der Knabe Lenker kann als Verkörperung von Kreativität und Phantasie verstanden werden. Es geht offenbar um diese geistigen Vermögen im Dienste des Geldes: Um Werbung und Propaganda bis hin zu Greenwashing und Fake-News.

Die Werbetexter wollen lieber nicht wissen, welchen Dreck die Firmen, für die sie arbeiten, am Stecken haben. Ausbeutung und Kinderarbeit in Asien und Afrika haben noch nie dazu geführt, daß eine große darin verstrickte Firma keine Werbeagentur gefunden hat.

Auch „Greenwashing“ ist seit Jahrzehnten ein vielversprechender Geschäftszweig für die Hofpoeten des Geldes: Umwertungen, Versprechungen, Desinformation und Inszenierungen verschleiern, was bezüglich Raubbau am Planeten wirklich vor sich geht. –

Plutus benennt die Prostitution der Poesie: „du handelst stets nach meinem Sinn …. Ich schätze, deinen Dienst zu lohnen“.

Die Poesie, die hier auftritt, hat sich ihrer korrektiven Kraft beraubt. Sie hat keine realitätsprüfende Funktion mehr (wie z.B. die Romane Charles Dickens, die Kinderarbeit und Ausbeutung anprangern.) – Es scheint sich nicht um eine Allegorie auf die Poesie überhaupt zu handeln, eher um eine Allegorie auf die Poesie, wie die Herrschenden sie gerne hätten, auf die Hofpoesie. (Ähnlich wie Kafkas Gerichtsmalerszene in seinem Roman „Der Prozeß“!)

2.4 Perlen vor die Säue oder Entlarvung faulen Zaubers?
Propaganda verspricht meist mehr, als die Sache hält: die Perlenkette verwandelt sich in eine Hand voll Käfer. – Oder: Es entsteht ein Effekt wie bei „Des Kaisers neue Kleider“: Da wird etwas hochgejubelt, doch die bodenständigen Leute merken bald: nichts als heiße Luft.

Die Szene schlägt einen Bogen zwischen dem ersten und vierten Akt, zwischen der Thronsaalszene und dem Bürgerkrieg: Mephisto blendet die Leute mit Phantasien, die sich hinterher, als die Blase platzt, als Blendwerk herausstellen.

Aber es gibt auch eine entgegengesetzte Lesart: Es wird den Leuten ein Kunstwerk gegeben, aber sie können damit nichts anfangen und sind verärgert, weil sie Perlen erwartet hatten und Käfer kriegen. Doch sie verstehen nicht, daß es ihre Beschränktheit ist, die die Perlen in Käfer verwandelt. – Daß der „Samen“ nicht immer auf fruchtbaren Boden fällt, heißt sowohl: nicht alle haben Sinn für Poesie, als auch: nicht alle fallen auf Propaganda rein.

2.5 Die Funktion der Phantasie in der Finanzwirtschaft
Die Szene bildet das Geschehen im Thronsaal ab: Der Narr hat mit einer Phantasie den Hof reich gemacht. Faust sagt später: „Der weiteste Gedanke ist solchen Reichtums kümmerlichste Schranke. Die Phantasie in ihrem kühnsten Flug, sie strengt sich an und tut sich nie genug. Doch fassen Geister, würdig, tief zu schauen, zum Grenzenlosen grenzenlos Vertrauen!“ (Vers 6113ff)

„Es gibt kein romantischeres Temperament auf Erden als das des Propagandisten einer Aktiengesellschaft“ kommentiert Joseph Conrad in seinem Roman „Sieg“ (S.31) den Erfolg seines Protagonisten bei der Beschaffung von Finanzmitteln zum Abbau von Kohle auf einer Südseeinsel. – Thomas Mann, der es als Sproß einer traditionsreichen Lübecker Kaufmannsfamilie wissen mußte, läßt einen der Buddenbrocks sagen: „Die Kaufleute sind alle Betrüger“.

Die Papiergeldszene im Thronsaal macht vorstellbar, wie starke Wünsche den Glauben an die Potentiale einer Idee so überzeugend machen können, daß die Begeisterten glauben, selbst die kühnste Phantasie, der gewagteste Traum könne diese Potentiale nicht ausloten. (Das propagieren gerade auch die Poeten der künstlichen Intelligenz.)

Diejenigen, die skeptisch bleiben, werden von den Propagandisten unter Druck gesetzt: „Ihr seid zu beschränkt und zu mutlos, um euch ausmalen zu können, wie toll das ist, was wir euch hier anbieten! Mit eurem antiquierten Stand des Bewußtseins könnt ihr das noch gar nicht ermessen! Unfaßbar, was ihr euch dadurch entgehen laßt!“ – Wer will schon beschränkt, schwerfällig und mutlos sein und sich dadurch das Beste entgehen lassen? –

Indem die Poesie die Leute abwertet, bei denen sich die Perlen der Poesie in Käfer verwandeln, versteht es die Poesie, die Menge zu bestricken: Im Thronsaal durchschaute die Menge noch die Machenschaften Mephistos, im Lustgarten ergeht sie sich in ihren Utopien und beschämt diejenigen, die jetzt noch Zweifel haben (Verse 6125 – 6154).

Die Poesie verschafft dem Geld und der Macht die Illusionen, die sie für ihren Erfolg wünschen.

Am schlimmsten sind wir Deutsche darauf hereingefallen: Mit Phantasien von Über- und Untermenschen haben wir den idiotischsten Völkermord der Menschheitsgeschichte ins Werk gesetzt. Die Grundlage war der „Mythos des 20. Jahrhunderts“.

Himmler hatte eine humanistische Bildung und Göbbels hat bei Gundolf studiert, einem der bedeutensten Goethespezialisten, der zum engsten Kreis um den Dichter George gehörte. Beethovensinfonien hören und an Völkermorden mitwirken ist doch vereinbar, es braucht dafür nur die richtigen Phantasien – Phantasien, die gestatten, Gruppen von Menschen derart abzuwerten, daß gegen sie alles erlaubt ist. – Das ist die gruselige Macht der Poesie…

Der Gegensatz zur Hofpoesie ist der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk, wenigstens seiner Idee nach. Daß er Hofpoesie in eigener Sache betreibt, dürfen wir ihm nicht verargen: Wir kriegen das Betreiben von Institutionen noch nicht so gut hin, sie brauchen noch ein gewisses Maß an Schönrednerei: https://www.ard.de/die-ard/ – (Als Kritik dieser Selbstdarstellung s. z.B. meine Fragen an die Intendanten.)

Allerdings gibt es auch einen regelrecht „konstitutiven“ Anteil der Phantasie an der Geltung des Geldes: „Kredit“ kommt von „credere“, vertrauen. – Die Unterschrift des Kaisers auf den Geldscheinen soll dem Volk zeigen: Die Leute, die den Durchblick haben, vertrauen auf die Kraft der Gemeinschaft, Reichtum zu schaffen, auf „begabten Manns Natur- und Geisteskraft“ (Vers 4895). Und wenn die, die Durchblick haben, darauf vertrauen, dann könnt ihr auch darauf vertrauen. (Belege: s. Anhang 1)

2.6
Die Poesie ist die eine, der Geiz die andere Seite des Reichtums. – „Nur viel herein und nichts hinaus“: die Formel für Ausbeutung. – Nachdem die legendären Milliardäre Carnegie und Rockefeller ihre Arbeiter jahrzehntelang ausgebeutet hatten – „geizig“ waren, was Löhne, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen anging – wollten sie im Alter zu Wohltätern der Menschheit werden, wurden spendabel und überboten sich in der Gründung von Stiftungen und Universitäten.

Das ist egoistischer Altruismus: Sie dürfen sich dann als ganz tolle Philanthropen fühlen, die ganz viel für die Menschheit getan haben, als hätten sie die Werte, die sie verteilen, selbst erschuftet. Sie beuten die Arbeiter doppelt aus: nicht nur, indem sie ihnen kraft „Eigentum der Produktionsmittel“ wegnehmen, was die Arbeiter schaffen, sondern auch indem sie den Arbeitern die Möglichkeit nehmen, aus den Werten, die sie schaffen, etwas Sinnvolles zu machen. Was mit dem Wert an Sinnvollem geschieht, bestimmen allein die Ausbeuter nach ihrem eigenen Gutdünken, undemokratisch, ohne Korrektiv. „Ein Geist für tausend Hände“.

3 Deutungsprüfstein: Was von den Deutungsmöglichkeiten kann sinnvoll durch Mittel der Inszenierung zum Ausdruck gebracht werden?

Reichtum macht Freude. Freude schwärmt: lobt, dankt, singt, tanzt. In der Szene scheint es um diesen Zusammenhang zu gehen. – Doch viele Menschen lassen sich von der Freude nicht anstecken und nicht in den Tanz hineinziehen. Sie loben nicht, sie danken nicht, sie sind nur an handfesten Vorteilen interessiert. Deshalb lassen sie sich aber auch nicht leicht von faulem Zauber „vor den Karren spannen“. Deshalb müssen sie von den Schwärmern des Geldes abgewertet werden: als dumpfe Menge, die unfähig ist, zu träumen.

Die Poesie ist hier ein altkluger angepaßter Pubertierender. Sie erinnert an einen jungen CDU-Politiker in Anzug und Krawatte, von dem geulkt wurde, er sei der älteste 28-Jährige.

Der Knabe Lenker biedert sich der Erwachsenenwelt an und darf dafür in Papas Sportwagen umherfahren. Und wenn jemand an ihm zweifelt, ist er gleich gekränkt und holt seinen Papa, damit der dem Zweifler mal so richtig die Meinung sagt. – Ich bin mir nicht sicher, ob meine Assoziationen hier Goethes Intuition treffen. Aber mir fällt es schwer, der Szene etwas anderes abzugewinnen.

Jedenfalls: Die Szene stellt Geld, Geist, Geiz und Gewalt als eine Einheit dar. Der Geiz sitzt verborgen hinten auf dem Wagen, Plutus und Poesie halten ihn also nicht für vorzeigbar. Als er entdeckt und angefeindet wird, werden die Drachen sauer und verscheuchen die aufgestachelten Frauen. Und sobald das Gold abgeladen ist, darf die Poesie mit dem Drachenwagen eine Spritztour machen.

Das hätte in der Inszenierung zum Ausdruck zu kommen: Daß es sich hier um eine beschränkte Poesie handelt, eine die nicht ganz ehrlich ist, eine, die davon profitiert, daß anderen etwas vorenthalten wird, und die die Aggression lenkt, mit denen die Abgespeisten darin gehindert werden, sich zu wehren, und die lieber nicht wissen will, was mit dem Geld, das sie besingt, geschieht.

Anhang 1 Alternative Interpretationsmöglichkeiten

Völlig andere Deutungsmöglichkeiten entwickelte der Wirtschaftsphilosoph Karl-Heinz Brodbeck: Goethe und das Papiergeld
Ein Zusammenfassung und kritische Würdigung folgt in Kürze.

Anhang 2 Anmerkung zur Inszenierung von Peter Stein

Peter Stein hat auch hier das Verdienst, gezeigt zu haben, wie es nicht gemacht werden sollte: steif und bierernst. Seine Darbietung ist nicht dazu geeignet, die Szene attraktiv zu machen, da kann das Bühnenbild so schau sein wie es will. Statt ein schillerndes Allegorienspiel gibt es ein bemühtes Allegorienraten. Es ist nicht erkennbar, daß es sich hier um eine Darbietung auf der Mummenschanz handelt.

Ob Absicht oder Unverstand: die Tendenz der Stein-Inszenierung, die Reimwörter zu betonen, erschwert auch in dieser Szene das Textverständnis immer wieder und entzieht dem Erleben Aufmerksamkeit. Nicht selten wird der Text schlichtweg unverständlich, wie in den Versen 5525 ff:

„Diese Räume laßt uns ehren,
schaut umher wie sie sich mehren
die Bewunderer Kreis um Kreise.“

Was mehrt sich: die Räume oder die Bewunderer? Wird „ehren“ und „mehren“ betont, scheint sich „mehren“ auf die Räume zu beziehen. – Für das Verständnis muß der zweite Vers auf „Bewunderer“ hin gesprochen und hinter Bewunderer eine Zäsur gemacht werden, als stände dort ein Komma. – (Nun werden die Philologen aufschreien: „Da steht aber kein Komma!“ Gut, aber eine Aufführung ist eine Aufführung, keine akustische Abbildung des Urtextes.)

Ich würde für die Textverständlichkeit noch weiter gehen: Der Herold sagt ein paar Verse weiter: „Du scheinest mir ein künftiger Sponsierer, recht so von Haus aus ein Verführer“. Wer weiß heute noch, was „Sponsierer“ heißt? Es klingt wie „Hausierer“. Was bringt es, hier das Original darzubieten, wenn kaum jemand es versteht und es den meisten komisch klingt und rätselhaft bleibt? – Jede Rätselhaftigkeit geht auch auf Kosten der folgenden Worte, weil die Aufmerksamkeit erstmal kurz davon gebunden ist, abzuchecken, wie das Gehörte einen Sinn ergeben könnte und wie das Ganze zu verstehen ist, wenn ein Teil unverständlich bleibt.

Ich hätte keine Scheu, den Text so abzuändern: „Du scheinest mir ein Herzensrührer, so recht von Haus aus ein Verführer“. Ähnlich würde ich an vielen Stellen verfahren, selbst – wie hier – auf die Gefahr, den Text ein wenig zu verkitschen. – Wer Hunger hat, und hat zu wählen zwischen einem Bissen mit Geschmacksverstärkern oder einem unzerkaubaren Happen, den er nur ausspucken kann – was würde der wohl wählen? (Außerdem wäre ein bisschen Übertreibung, ein bisschen Kitsch mit der Herolds-Funktion nicht unvereinbar.)

Weiterlesen: Übersicht über das Drama: Deutende Interpretation