Unsere „Philosophie“

Dies ist eine Initiative für Geschichten, die es nicht eilig haben, und Leselust, die keine Zeit verlieren will.

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Alle, die eine gehaltvolle Idee haben, können eine lesenswerte Geschichte schreiben, üben und arbeiten sie nur lange genug daran. Aber auf dem Buchmarkt haben Leute, die nur einmal im Leben eine Geschichte schreibt, keine Chance, da kann die Geschichte so gut sein, wie sie will. (Angenommen jemand arbeitet sein ganzes Leben an nur einem einzigen Text, und der wird wirklich toll – wie z.B. J.P. Hebels „Kannitverstan“ – welche Chance hätte der Text, verlegt zu werden?)

Bei Verlagen müssen Autoren sich einen „Namen“ erarbeiten, ein „Standing“, dafür müssen sie regelmäßig veröffentlichen. – Wer sich nicht unter Druck setzen und nur selten eine Erzählung schreiben will, nur solche, bei denen die Leser sauer würden, wenn sie wüßten, daß sie ihnen vorenthalten wird, hat bei Verlagen keine Chance.

Diese Lücke könnten Initiativen im Netz schließen. Und es wäre gut, wenn diese Lücke geschlossen würde, denn wer weiß, wieviele gute Geschichten nicht geschrieben wurden, weil es zu sinnlos erschien!

Wo Autoren keinen „Namen“ haben müssen muß ihre Plattform einen „Namen“ haben. Die Leser müssen sicher sein, keine Zeit zu verlieren bei der Suche nach guten Geschichten. So können auch völlig unbekannte Autoren Leser finden, Autoren, die vielleicht in ihrem ganzen Leben nur eine einzige Kurzgeschichte veröffentlichen.

Je weniger Texte eine Initiative veröffentlicht, um so wahrscheinlicher, daß es nur lesenswerte sind. Soetwas geht nur im Netz, denn das Netz hat Zeit. Da wir weder vom Schreiben noch vom Verlegen leben müssen haben wir keinen Wachstums- und Konkurrenzdruck. Wir können so wenig veröffentlichen wie wir wollen. Weil wir freier sind in der Aufnahme, sind wir freier in der Zurückweisung. Wir können warten auf Geschichten, die wirklich gut sind… – So kann das Netz Qualität ermöglichen!

Wir arbeiten lange an unseren Texten. Und wenn wir sie dann trotzdem nicht für gut genug befinden, können wir sie in der Schublade lassen. (Schreiben übt und klärt. Deshalb ist es nie Zeitverschwendung, selbst wenn das Geschriebene die Schublade nie verläßt…)

 

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Wir sind in einer Pioniersituation: Unsere Idee hat noch keine Geschichte.

Wir werden vom Literaturbetrieb ignoriert. Mit uns kann keiner Geld verdienen und – so relevant von der Sache her unsere Texte auch immer sein mögen: sie sind nicht relevant in der literarischen Öffentlichkeit, weil sie ohne Werbung und Verlagslobby außen vor bleiben.

So kommt es, daß Rezensenten lieber belanglosere Texte rezensieren, solange nur ein bekannter Name dransteht oder ein renommierter Verlag. – Das hat eine gewisse Logik – die Logik des Aufmerksamkeitsmarkts – und ist nachvollziehbar. Damit müssen Leute, die nur im Netz schreiben wollen, klar kommen.

Wir müssen davon ausgehen, daß es noch zwei bis drei Generationen dauern wird, bevor es eine kooperative Koexistenz zwischen Außenseitern im Netz und Literaturbetrieb geben wird.

So ist das nunmal bei Pionieren: „Den ersten der Tod, den zweiten die Not, den dritten das Brot“.

Die hier mitmachen wollen brauchen einen guten Stand im Leben, aus dem sie genug Anerkennung, Lebenssinn und Unterhalt ziehen können, so daß sie beim Schreiben nicht den geringsten Druck haben: Sie sind nicht angewiesen darauf, toll gefunden zu werden, ja nicht mal darauf, gelesen zu werden, geschweige denn darauf, mit ihren Texten Geld zu verdienen.

Keinen anderen künstlerisch Tätigen fällt Kompromißlosigkeit leichter: Wir werden selten etwas veröffentlichen, sobald wir denken: „das kann veröffentlicht werden“ (weil es „ankommt“), sondern meist erst, wenn wir denken „das sollte veröffentlicht werden“ (weil es Lust und Sinn verbindet und den Lesenden was bringt).

Weiterlesen: Mitmachen
Unser „Prospekt

(Eine Plattform für „Independent“-Autor*Innen, die uns begeistert hat und deren Anspruch und Professionalität viel Zukunft verspricht, die aber nicht für uns geeignet ist, sondern nur für Schreibende, die sich einen Namen im Literaturbetrieb erarbeiten wollen, haben wir hier gefunden: https://www.periplaneta.com/infos-fur/autoren/)

Eine unverbindlichere Plattform, die unseren Intentionen näher ist, und die wir sehr ansprechend finden, die allerdings weniger wählerisch ist, als wir, haben wir hier gefunden:

https://www.leselupe.de